Gesamtprogramm

sachbuch

Que[e]r zum Staat

Heteronormativitätskritische Perspektiven
auf Staat, Macht und Gesellschaft

H. Haberler, K. Hajek,
G. Ludwig, S. Paloni (Hg.)

14,90 €

Broschiert, 228 Seiten

ISBN: 978-3-89656-205-0

Das Verhältnis von „sexuellen Minderheiten“ und dem Staat scheint sich in den letzten Jahren entspannt zu haben: An die Stelle von Kriminalisierung und Verfolgung sind in westlichen Gesellschaften Toleranz und Akzeptanz getreten. Gleichgeschlechtliche Partner_innenschaften sind mittlerweile in vielen europäischen Ländern rechtlich anerkannt und auch offen homo­sexuell lebende Politiker_innen können „Karriere machen“. Ohne „sexuelle Minderheiten“ – so scheint es – ist kein Staat mehr zu machen.

Vor diesem Hintergrund erstaunt die fehlende queer-theoretische Auseinandersetzung mit dem Staat ebenso wie die fehlende staatstheoretische Beschäftigung mit Heteronormativität. Eben diesen Leerstellen arbeitet der Band Que[e]r zum Staat entgegen.

Die einzelnen Beiträge veranschaulichen, dass sich Hetero­sexualität als Norm und Normalität weiterhin subtil durch alle Bereiche der Gesellschaft zieht. Nicht zuletzt zeigen sie jedoch ebenso, dass Staat und Heteronormativität durch alltägliche Praxen reproduziert werden und dass diese somit durch Kritik, Verweigerung und Widerstand auch verändert werden können.

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